Keine Stigmatisierung älterer Autolenkerinnen und -lenker!

6. Juli 2010 von Dr. Thomas Meyer Einen Kommentar hinterlassen »

Vor wenigen Wochen sorgte die polemisch aufgezogene Falschmeldung in der Sonntag MZ Gesamtausgabe für verständliche Aufregung: Alle über 70-Jährigen sollten den Führerausweis nur noch auf zwei Jahre beschränkt erhalten. Seit 34 Jahren muss sich in der Schweiz jede/r nach dem 70. Geburtstag erstmals und dann alle zwei Jahre einer ärztlichen Kontrolluntersuchung unterziehen. Dabei wird untersucht, ob die medizinischen Mindestanforderungen erfüllt sind, sodass die Fahreignung dieser älteren Person noch gegeben ist.
Wer aus medizinischen Gründen, wegen körperlicher oder kognitiver Einschränkungen nicht in der Lage ist, ein Auto sicher zu beherrschen, der darf nicht am Strassenverkehr teilnehmen. Zu dieser Position steht die terzStiftung unverändert. Aber das hat nichts mit einer willkürlichen Alterslimite zu tun.
Wenn wir uns die demographischen Daten ansehen und gezielt das Alter in den Blick nehmen, dann fällt auf: 1976 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes bei Geburt 71,7 Jahre. Heute beträgt sie knapp 80 Jahre. Für Frauen sind die Vergleichszahlen 78,1 und 84,4 Jahre. Warum ist die erste Überprüfung der Mindestanforderungen für die Fahrtauglichkeit nicht mit der zunehmenden Lebenserwartung um 6 oder 8 Jahre nach oben verschoben worden? Wir leben heute nicht nur länger, wir sind auch länger körperlich und geistig gesund als je zuvor. Da macht es keinen Sinn, von einer Krankheitsvermutung auszugehen. Wenige Prozent der 70- bis 80-Jährigen sind chronisch krank oder leiden unter kognitiven Einschränkungen wie etwa Demenz. Warum ist die „Verkehrszulassungsverordnung” an diese unbestreitbaren Sachverhalte nicht angepasst worden?

Länger gesund als je zuvor
Die Altersgruppe der 70- bis 74-jährigen Lenker hat zwischen 1992 und 2004 pro Jahr 26 tödliche Verkehrsunfälle verursacht, die Altersgruppe der 20- bis 24-jährigen Lenker 138. Diese Zahlen decken einen längeren Zeitraum ab und betrachten vergleichbar grosse Gruppen. Die in der Sonntagszeitung veröffentlichte Zahl von 72 tödlichen Unfällen im Jahr 2008 durch über 70-jährige Automobilisten ist schlicht falsch. In dieser Zahl wurden Fussgänger und Lenker über 70 addiert, was ein völlig falsches Bild ergab. Jeder Verkehrstote ist eine persönliche Tragödie. Die „Hetzkampagne“ in den Medien gegen Seniorenlenker ist jedoch skandalös und diskriminierend.

Forderungen der terzStiftung

  • Wir sind gegen Ungleichbehandlung und Diskriminierung, jedoch für generationenverträgliche Lösungen.
  • Wir fordern eine Anpassung nach oben der bestehenden Alterslimite. Gestiegene Lebenserwartung, verbesserter Gesundheitszustand der Bevölkerung und die durch Sensorentechnik erhöhte aktive Sicherheit moderner Autos müssen berücksichtigt werden.
  • Die terzStiftung verlangt möglichst einheitliche, faire medizinische Untersuchungen – in allen Kantonen gleichermassen.
  • Die umliegenden Länder kennen diese Auflagen nicht. Dadurch kommt es im internationalen Verkehr zur Ungleichbehandlung.
  • Die Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands muss auch weiterhin durch den Hausarzt möglich sein. Das Argument des Gefälligkeitszeugnisses ist nicht haltbar. Damit wird den Hausärzten unterstellt, dass sie Falschaussagen machen.
  • Die terzStiftung appelliert, dass mehr über Anreize als über Auflagen und Bestrafung nachgedacht wird.

Die terzStiftung ist Interessensvertreterin der Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Mit Ihrem Beitritt stärken Sie die terzGemeinschaft. Werden Sie Mitglied, es kommt auf jede Stimme an. Anmeldung im Internet oder telefonisch unter Tel.: 0800 123 333.

Am 28. Juni 2010 hat René Künzli, Präsident der terzStiftung, in einem Streitgespräch mit Dr. Rolf Seeger auf TELE TOP diese Position vertreten. Die Aufnahme ist hier abrufbar.

Dr. Thomas Meyer, Leiter Wissenschaft

  1. willi aerne sagt:

    Befristeter Führerschein für Senioren ab 70? Alle 2 Jahre zum Arzt, um die Fahrtüchtigkeit festzustellen! De facto ist das ja heute schon so. Mir hat das Str.verk.amt pünktlich zum 70. statt einer Gratulation die Einladung zum Visustest geschickt. Ob dieser schweizweit nach einheitlichen Richtlinien durchgeführt wird, ist mir nicht bekannt. Das erschiene mir auch zweckmässig. Dass das “Billett” bei festgestellter Fahruntüchtigkeit deponiert werden soll, ist ebenfalls zu bejahen. Wenn aber alle 2 Jahre ein neuer Ausweis ausgestellt werden sollte, geht das in Richtung “Geldschneiderei”. Desgleichen die Absicht der Versicherungen, den Senioren höhere Prämien abzuverlangen? Wofür haben wir denn den Malus? Übrigens: jeder Tote im Strassenverkehr ist einer zu viel!

  2. Auflagen an Hausärzte bewirken deren Verzicht auf die obligatorischen Untersuchungen und in der Folge delegieren an Amtsärzte. Dies ist nicht im Sinne der Senioren! Eine Verbesserung der Untersuchung kann nur darin bestehen, dass Hausärzte in Grenz- und Zweifelsfällen den Ratschlag eines Fahrfachmannes einholen und dies auf Grund einer kurzen stressfreien freiwilligen Fahrprobe. 4000 Ärzte angefragt: 87 Prozent positive Reaktionen; ebenfalls grosse Zu-stimmung bei Seniororganisationen u. Verkehrsfachleuten.

  3. Ch. Ruggaber sagt:

    Grundsätzlich bin ich sehr froh, wenn Sie sich gegen die Diskriminierung einsetzem.
    Ich mache Stellvertretungen , bin Jahrgang 1937 und daher auf das Auto voll und ganz angewiesen. Für mich ist das ein medienwirksamer Vorstoss, der irgend einem Politiker , einer Partei verhilft, mehr Wahlstimmen zu erhalten, sich zu profilieren und weiterhin “Management nach Chamignon zu machen. D.h. man wird nie Fehlverhalten im Verkehr und wo auch immer vermeiden können, aber dieses Fehlverhalten zieht sich durch alle Altersgruppen.
    Das Hochspielen einzelener tragischer Ereignisse ist leider heute mehr als jeh das Ziel der Medien, mit der Wirkung , dass andere auf den Zug aufspringen.

    Mich würden die geplanten Massnahmen sehr einschränken in meiner Lebensqualität und Arbeiten = Stellvertretungen könnte ich schon gar nicht mehr wahrnehmen. Das betrifft auch viele meiner Kollegen, die froh sind um uns ältere Semester, die ihre Erfahrungen und Zeit immer wieder zur Verfügung stellen, damit sie ihre Freitage einziehen können.
    Der Focus für die Fahrtauglichkeit muss auf alle Altersgruppen zielen. Was sicher wichtig ist, dass die Arztteste besser formuliert werden, die Kriterien exakter formuliert sind und dass die Teste auch für junge Menschen vor Erlangen eines Fahrausweises gelten müssen.
    Auch andere Altersgruppen müssten sich diesen Tests periodisch unterziehen, da Gesundheit sich nicht nur im Alter über 70 sondern
    generell immer verändert und zu massiven Einschränkungen führen kann.
    Oft habe ich den Eindruck, dass wie der Alkohol, die akzeptierte Gesellschaftsdroge- auch der Fahrausweis bei Aerzten gleich behandelt wird. Jemanden eine Therapie wegen Alkoholmissbrauch(hier spielt dann auch noch das Genderproblem mit) zu verordnen oder nahezulegen, den Führerausweis vorübergehend oder definitiv abzugeben, das fällt vielen Aerzten sehr schwer.
    Image? Hier müsste man ansetzen!

    Freundliche Grüsse Ch. Ruggaber

  4. Peter Hunziker sagt:

    Liebe Leute
    Ich bin 72-jährig und brauche mein Auto vor allem, um meine Instrumente als Liedermacher und Chansonnier zu transportieren. Im Winter fahre ich ins Wallis und bin dort während der Woche als Skilehrer für Anfänger tätig.
    Um meine Fahrtüchtigkeit zu kontrollieren, nahm ich wieder einmal an einem Anti-Schleuderkurs in Veltheim teil. Beim Anfangstest (Bremsen/Reaktion) war ich der Beste, weil die andern nicht wirklich voll reagierten und auf die „Klötze“ drückten…
    Auch im Laufe des Tages fiel ich nicht ab, obwohl mit der Zeit die Jungen aufholten.
    Ich bin dafür, dass man sich ärztlich kontrollieren lässt und freiwillig Kurse besucht.
    Gut wäre es, wenn sogar Kurs für Senioren angeboten würden, in denen man Fahrsituationen trainieren könnte und am Schluss eine anerkannte Bescheinigung erhielte.
    Mit freundlichen Grüssen
    Peter Hunziker

  5. Max Peter sagt:

    Lieber Herr Künzli
    Ich bin sehr mit diesem Anliegen einverstanden. Die Schweiz ist im Bereich Altersdiskriminierung leider weltweit ganz vorne.
    Viele Länder, u.a. das so fortschrittliche Schweden, kannten nie eine Altersgrenze für Führerausweise. Gibt es überhaupt ein Land mit einer solchen sturen Altersgrenzen-Bestimmung?
    In den USA darf bei einer Bewerbung das Alter gar nicht angegeben werden, um jegliche Diskriminierung zu verhindern.
    Es wäre wünschenswert, wenn auch hierzulande dieses Thema endlich mehr diskutiert würde.
    Mit freundlichen Grüssen
    Max Peter

  6. Lotti Dobler Malnati sagt:

    Es kann nicht sein, dass ältere Menschen allein wegen ihres Alters den Führerschein verlieren oder eingeschränkt werden. Zumal man heute weiss, wie geistig und körperlich fit sehr viele Menschen im dritten Lebensabschnitt sind. Es sollte aber auch möglich sein, dass jeder, egal welchen Alters, sich darüber Gedanken macht, ob er noch fahrtüchtig ist. Im Zweifelsfall sich mit Angehörigen und Freunden darüber zu unterhalten und Ratschläge auch anzunehmen, evtl.Massnahmen zu ergreifen, finde ich als ebenso selbstverständlich. Dies trifft aber für alle Menschen zu, die eigenverantwortlich handeln und denen die Mitmenschen nicht egal sind. Jeder weiss, dass fahren unter Medikamenteneinfluss, mit Alkohol oder sonstigen Beeinträchtigungen, auch psychischen Belastungen, gefährlich sein kann. Dann sollte man es lassen und den OeV benutzen, wir sind ja heute überall so gut erschlossen.
    Also: Generelle Altersgrenze oder generelle Prüfungen ade!

  7. Ilse Czamek sagt:

    Hallo, als “Efrauze” fällt mir zu diesem Thema zuerst ein, dass Euer Vorstand vor allem männlich ist… Ob Ihnen bekannt ist, wieviele Senior/innen erst nach der ersten Brille merken, was sie vorher nicht mehr gesehen haben? Wenn die nicht zum Arztbesuch “gelockt” werden, sind sie eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer; dasselbe ist mit dem Gehör, ich merke das vor allem bei Velofahrern auf dem Trottoir, die nicht durch Klingeln auf sich aufmerksam machen, sondern davon ausgehen, dass man sie “herrauschen” hört! Meine Mutter hatte einen Unfall auf dem Zebra-Streifen, weil sie nicht gehört hat, dass ein Auto kommt… Als 68jährige Taxi-Chauffeuse muss ich dafür plädieren, dass soviele Lenker wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden, sogar bei uns in der ‘Provinz’. Nicht aus Umsatz-, sondern aus Sicherheitsgründen. Wir Berufschauffeure dürfen uns ja auch nicht gegen die Kontrolle wehren, obwohl wir vermutlich viel mehr Routine haben als das Mutti, das täglich den gleichen Weg in ihr Einkaufszentrun macht, Was ich hingegen sinnlos finde ist der neue “Furz” mit der Plastikkarte, die bei jeder Verlängerung neu bezahlt werden muss. Das ist Diskriminierung! Viel Glück bei all Euren Unterfangen!

  8. Sonja Herrmann sagt:

    Mit Interesse habe ich Ihren Text gelesen. Ich bin selbst eine leidenschaftliche Autofahrerin; werde dieses Jahr 75 Jahre alt. Ich habe nichts dagegen alle 2 Jahre den Gang zum Arzt machen zu müssen. Wäre sogar damit einverstanden von einem neutralen Arzt (nicht Hausarzt) angesehen zu werden. Mein Mann war Fahrlehrer und diese müssen ebenfalls alle 2 Jahre das OK abholen. Bei einer solchen Kontrolle wurde festgestellt, dass er gerade einen Herzinfarkt unbemerkt überstanden hatte – und weg war seine Lizenz. Ich kann Ihnen versichern, dass ich schon in jüngeren Jahren ab ca. 40 Jahren stets Kurse besuchte um jeweils ein neues Auto kennen zu lernen und meine Reaktion in verschiedenen Lagen zu testen. Seit 12 Jahren ist es für mich ein muss beim TCS alle 2 Jahre am Kurs “Wie fahre ich” und in den letzten 4 Jahren sogar jährlich, teilzunehmen.
    Wenn wenigstens jeder 70-jährige auch so handeln würde, hätten wir evtl. mehr offensive Fahrer auf der Strasse und wären sogar ein Vorbild für die Jungen, denen ein Kurs z.B. in Veltheim mehr als gut tun würde.
    Ich würde mich sehr gerne in einer entsprechenden Runde austauschen, denn auch ich bin der Meinung, dass man uns älteren Menschen nicht den Führerschein auf Probe geben darf.
    Mit freundlichen Grüssen
    Sonja Herrmann

  9. Hans Bolliger sagt:

    Grüezi Herr Künzli,
    Vielen Dank für die Informationen und Meinungen über Altersdiskriminierung bei Führerausweisen.
    Ich bin dieses Jahr 70 geworden und habe vor kurzem den 1. ärztlichen Test überstanden. Ich fühle mich noch fit und hoffe noch viele Jahre Auto fahren zu können.
    Mit Ihren Vorschlägen kann ich mich vollumfänglich identifizieren. Ab einem bestimmten Alter (kann auch ab 75 sein) ist es sehr sinnvoll sich testen zu lassen. mE. genügen die heute durchgeführten Tests (Sehkraft, Gehör und Reaktionsfähigkeit).
    Aufgrund der Ergebnisse dieser Tests können unter Umständen weitere Abklärungen durchgeführt werden.
    Mit freundlichen Grüssen
    Hans Bolliger

  10. Wilfried Schelling sagt:

    Ich bin grundsätzlich mit Ihnen einverstanden, würde es aber begrüssen, wenn alle zwei Jahre ein Fahrtest mit einem erfahrenen Fahrlehrer zu absolvieren wäre. So könnten auch die Regeln usw. aufgefrischt werden (z.B. Vortritt, Kreiselverkehr usw.).
    Wilfried Schelling

  11. brigitte poltera sagt:

    Kürzlich habe ich eine Freundin mit tränenden Augen angetroffen: Tränen vom Augenarztbesuch, sagt sie, aber traurig sei sie auch – gestern habe sie den Fahrausweis abgegeben und nun müsse sie den Grauen Star operieren. Die Frau wohnt abseits hoch über unserem Dorf, ohne direkte Verbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf ihre Sorge, wie sie sich in Zukunft organisieren solle, empfahl ich ihr, Sohn , Schwiegertochter und Enkel um Fahrten zu bitten. Ach, die hätten doch keine Zeit, meinte sie. Und ich frage mich, ob die Frau eben nicht die falsche Reihenfolge gewählt hat: Zuerst Augenarzt und Operation, und nachher die Beurteilung der Fahrtüchtigkeit.

  12. Walter Pfeifer sagt:

    Liebe terzStiftung,
    - vor 18 Monaten habe ich meinen PW verschenkt, und seither führe ich kein Fahrzeug mehr.
    - Meinen Fahrausweis habe ich auch abgegeben.

    In den letzten Jahren meiner Fahrpraxis habe ich mich hier und da erwischt, dass ich nicht so aufmerksam war, wie ich sollte. In den Jahren zuvor stellte ich mich zweimal dem ACS Programm, “Prüfung gestern, fahren heute”. In beiden Prüfungen bin ich wohl mit wehenden Fahnen und stolz nach Hause gegangen. Aber eine gewisse Unsicherheit stellte ich manchmal fest. Darum beschloss ich, mich aus dem Verkehr zu ziehen.
    Die ärztlichen Atteste alle 2 Jahre sind in vielen Fällen keine wirkliche Garantie für die gesundheitliche Fahrtüchtigkeit des Probanden, denn in den meisten Fällen wird ein positiver Bescheid abgegeben, handelt es sich doch um den Hausarzt, der gewissensmässig einem langjährigen Patienten nicht “eine letzte Freude im Alter” wegnehmen möchte.
    Im Kanton Graubünden muss man den ärztlichen Attest vom Kantonsarzt machen lassen, das ist eine neutrale Person und muss keine Gewissensbisse haben, wenn er einem Probanden den Ausweis absprechen muss.
    Ueberhaupt finde ich, dass jeder ältere Autolenker so ehrlich sein sollte, dass er selbst erkennen sollte, wann es Zeit ist, das Steuern zu lassen.
    Die flüchtige gesundheitliche Beurteilung des Haus- oder Kantonsarztes müsste unbedingt ergänzt werden durch einen Fahrtest mit einem Experten.
    Ich ärgere mich immer wieder über die Verantwortungslosigkeit mancher Autolenker, wenn sie die Geschwindigkeitsvorschriften übertreten. Wer nicht diszipliniert fahren kann, soll es besser bleiben lassen. Dies gilt auch für ältere Lenker die ihre Limitationen nicht wahr haben wollen.
    Das seind meine Meinungen. Ich bin am 8.12.26 geboren, um Ihnen ein Nachsehen nach meinem Alter zu ersparen.
    Ich wünsche Ihnen und allen die für uns Senioren tätig sind, beste Gesundheit und weiterhin Freude an der Arbeit.
    W. Pfeifer

  13. Jean Ph. Mundorff sagt:

    Liebe Terzianer

    Wie wär’s, wenn wir als Mitglieder der Terz-Stiftung die Offensive ergriffen ?
    Wenn wir ,.d.h. die Terz-Stiftung mit ACS und TCS ein Abkommen treffen, einen Fahrtüchtigkeitstest verbilligt durchzuführen. Die Mitglieder kommen so zu einer neutralen Beurteilung ihrer Fahrtüchtigkeit und könnten dann mit dem Testreport ihren Hausarzt aufsuchen, der dann noch den “Gesundheits-Segen” dazu gibt.
    Das Mitglied selbst zeigt damit einerseits eine gewisse Bereitschaft zur Selbsteinschätzung und andererseits auch eine Eigeninitiative falls evt. Handlungsbedarf bestünde.
    Eine Mitgliederwerbemöglichkeit ( weil die Fahrtüchtigkeitstest billiger würden ) und damit mehr politisches Gewicht für die Terz-Stiftung wäre das Resultat.
    In einem zweiten Schritt könnten dann durch Demarchen der Terzstiftung die Prüfungen entweder ganz abgeschafft oder mindestens der Intervall auf 5 Jahre erhöht werden.

    Fahrt weiter gut.(oder besser als es die “Jungen” tun :-) )
    Uebrigens : Mit Humor und Rücksicht auf Andere kommen wir sowieso schneller ans Ziel.

    Jean Ph. Mundorff

  14. Otti Bolliger sagt:

    Worin liegt die Diskriminierung?

    Vielleicht darin, dass Jüngere nicht auch geprüft werden? Es gibt schlechte Autofahrer in allen Altersstufen. Die Älteren werden aber leider nicht besser. Mein Vorschlag: Fahrtauglichkeit bereits ab Alter 50 prüfen! Zum Schutz der anderen und zum Eigenschutz “keine Schuld auf sich laden”!

    In keinem Beruf könnte man ohne permanente Weiterbildung bestehen und seinen Arbeitsplatz erhalten! Nur beim Autofahren wird die Zeitspanne zwischen Erstausbildung/Fahrprüfung und aktueller Ausübung des Autofahrens immer grösser, im Extremfall 60 bis 70 Jahre!

    Von unserer Attikawohnung haben wir gute Sicht auf die Ausfahrt unserer Tiefgarage auf eine viel befahrene Hauptstrasse. Was wir da schon mit ansehen mussten, spottet jeder Beschreibung: Kinder vom nahe gelegenen Kindergarten, welche sich auf dem Trottoir nur mit viel Glück vor dem Überfahren werden retten konnten bis zur Fastkollision mit einem anderen Fahrzeug.

    Auf Grund welcher Fakten hat der zuständige Arzt in diesen Fällen die Fahrtauglichkeit attestiert??? Rückfragen bei den (erwachsenen) Kindern der Betroffenen ergab, dass sie sich der Tragweite des Problems voll bewusst seien, ein Appell an die Eltern nichts fruchte und die Polizei sage “da können wir auch nichts machen!”

    Otti Bolliger, Jahrgang 1938

    • Jean Ph. Mundorff sagt:

      Da, lieber Herr Bolliger, bin ich nicht ganz Ihrer Meinung : Aufgrund ihrer Erfahrung und Routine könen auch ältere Fahrer durchaus besser werden (sie fahren defensiver, weil vorauschauender ) die Lernfähigkeit braucht auch im Alter nicht abzunehmen.
      Auch die von Ihnen gemachten Beobachtungen aus Ihrer Attikawohnung, haben meines Erachtens nicht den Ursprung im Alter, sondern eher in der Unaufmerksamkeit – und dies trifft jedes Alter.

      Jean Ph. Mundorff, Jahrgang 1942

  15. Franca Gütte sagt:

    Auch ich bin mit 57 noch nicht von dieser Regelung betroffen, möchte mich aber dennoch in die Diskussion einbringen:
    Wären gescheite und subventionierte Transport- oder Hauslieferangebote für alte Menschen eine Teillösung? Wir haben (leider) viele Arbeitslose auf der Suche nach einer Aufgabe. Das wäre eine sinnvolle.

    Der Wunsch nach Mobilität hat etwas zu tun mit Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein. Viele SeniorInnen bleiben durch ihr Fahrzeug mobil und wollen nicht darauf verzichten, obwohl er/sie sich hinter dem Steuer und im Alltagsverkehr nicht mehr wirklich sicher fühlt. Von Gesprächen mit mehreren Hausärzten weiss ich, dass die Frage nach der Fahrtauglichkeit nicht selten dazu führt, dass eine langjährige Patient-/Arztbeziehung sofort einseitig beendet wird. Das kann es auch nicht sein. Die Frage muss erlaubt sein. Anstatt rein medizinische Regeln durchzusetzen, sollte der/die Betroffene zuerst mit einem unabhängigen Fahrexperten ein Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden durchfahren. Dies sollte übrigens auch für Personen jüngeren Alters gelten, die starke medizinische Einschränkungen zeigen oder kontinuierlich starke Medikamente einnehmen müssen.

  16. Warum müssen wir Schweizer immer perfekter sein wollen, als dies der Rest der Welt ist?
    Die vorgeschlagenen Aenderungen werden von Ausländern nur belächelt und wir älteren Schweizer als Opfer von Wichtigtuern und pressegeilen Staatsbeamten hingestellt. Gratulation an die terz-Stiftung, die den Kampf gegen diese Täter aufnimmt.

  17. Lieber Herr Meyer,
    beiliegend unter 1. bis 6. sind unsere Argumente. Wir werden diese an der Arbeitsgruppensitzung des SVS am 28. September einbringen und dann die weiteren Schritte beschliessen. An einer Verschiebung der Kontrollen auf 75, wie Ihr vorschlägt sind wir nur im äussersten Fall interessiert. Wichtiger für uns ist, dass eventuelle Kontrollen höchstens vom Hausarzt durchgeführt werden, weil er einem kennt. Wir akzeptieren keine Vertrauensärzte. Im weiteren wollen wir auch keinen Ausweis auf Zeit oder auf ein Rayon beschränkt.
    Mit freundlichen Grüssen
    Arthur Scherler

    1. Senioren als Ganzes anders zu behandeln als die übrige Menschheit ist diskriminierend und daher laut Bundesverfassung verboten.
    2. Wenn man als Begründung eine falsche Statistik benützt und das auch noch selbst eingesteht, ist es erst recht verwerflich.
    3. Senioren sind dank der enormen Fortschritte der Medizin heute viel gesünder, sowie geistig und körperlich fitter als früher. Mobilität ist daher für ein autonomes Leben im Alter für die meisten sehr wichtig.
    4. Bei fortgeschrittener Demenz darf sicher nicht mehr gefahren werden. Dazu braucht es aber keine periodischen Kontrollen aller Personen über 70.
    5. Bei derartigen Vorschriften meinen die kantonalen Verwaltungen, sie könnten einem behandeln wie Verbrecher, indem sie unbescholtenen Senioren die Polizei androhen.
    6. Das Ganze dient nur dazu, den Senioren langsam aber sicher den Führerschein abzunehmen und dagegen müssen wir uns wehren. Ich kenne übrigens kein anderes Land, das derartige Gesetze erlässt. Scheinbar will einzig das Fürstentum Liechtenstein der Schweiz nacheifern. In Frankreich waren ähnliche Vorschriften in den Räten. Sie wurden aber als diskriminierend abgelehnt.

  18. Walter Pfister sagt:

    Fahrtauglichkeit hängt weniger vom Alter als von Lebensgewohnheiten, Krankheiten und Abhängigkeiten von Suchtmitteln ab, die Aufmerksamkeit und Einschätzungsfähigkeit beeinträchtigen. Ein verantwortungsvoller Hausarzt wird selbst einen jüngeren Patienten auffordern, kein Motorfahrzeug mehr zu lenken.

  19. Paul Zehntner sagt:

    Herr Künzli,
    In der Politik muss doch ein Sündbock herhalten, möglichst auf dem Weg des geringsten Wiederstandes.
    Bei den Statistiken sind es die ungleichen Spiesslängen. Wird ein Toter unter Drogen oder Raser oder Wetter aufgelistet oder Verursacher oder Betroffener oder eben dem Alter zugeordnet.
    Ich bedaure, dass ich keinen besseren Vorschlag habe und hoffe und wünsche dass sie jemanden finden.
    Mit freundlichen Grüssen Paul Zehntner

  20. Haschka sagt:

    Jede Altersgrenze ist willkürlich, was macht das für einen Unterschied ob ich mit 70 oder 74 in den Status des “beobacheten Fahrers” gelange. Etwas anderes ist es, wenn das AHV Alter auf 70 oder gar 74 erhöht würde (wir Alten sind doch so fitt).

  21. Albert Schenkel (73) sagt:

    Der heutige Strassenverkehr verlangt es, dass nur Fahrzeugführer verkehren, deren Gesundheitszustand den grossen Anforderungen an Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit genügt. Sicherheit ist sicher für uns alle höchstes Gebot.

    Wenn ich allerdings hinter dem Steuer einen hellwachen 80-Jährigen sehe, der zwar beim Aussteigen nicht sehr gut zu Fuss ist und keinen 100m Lauf mehr bestehen kann, so ist mir dennoch bedeutend wohler, als wenn ich einen stark übergewichtigen Berufschauffeur mit hochrotem Kopf (Bluthochdruck ?) und schräg im Mund hängender Zigarette aus seinem 28-Tönner aussteigen sehe. Natürlich trifft man auch das Gegenteil an. Etwa ein älterer Mann der in der Bäckerei Zahnpasta und Rasierwasser kaufen möchte und von der Verkäuferin nur mit grosser Mühe belehrt werden kann, dass er im falschen Geschäft ist. Wenn er dann anschliessend zu seinem Auto läuft ……. !

    So betrachtet, ist die Ueberprüfung der Gesundheit durchaus berechtigt und notwendig. Sie birgt aber die Gefahr – und gewisse Kreise beabsichtigen dies durchaus – dass ältere Lenker wegen geringfügiger, oder vorübergehender Gebrechen ihren Führerausweis abgeben müssen, während jüngere mit denselben Einschränkungen unbehelligt bleiben. Das ist diskriminierend und verlangt nach Korrektur. Diese Ueberprüfung einfach auf 70 Jahre anzusetzen, ist durchaus willkürlich und widerspricht oft den Gegebenheiten.

    Leider findet man Spuren dieser Diskriminierung bereits im Begleitblatt zur erstmaligen Aufforderung für den mit 70 erstmals fälligen Check. Der dort „fürsorglich väterliche“ Ton verrät bereits, dass man in eine besondere Kategorie eingestuft ist, die man nicht mehr für ganz voll nimmt. Fast alle Ermahnungen, die dort zu finden sind, treffen auch für jüngere Lenker zu, teilweise sogar in erhöhtem Masse. Mich hat jedenfalls dieses Blatt sehr verärgert.

  22. Otto Hofmann sagt:

    Wirtschaftsführer haben erkannt, dass Mitarbeiter auch ab 65 wertvolle Dienste leisten können. Solche werden zunehmend gesucht. Dass man ihnen für den Arbeitsweg ab 70 das Auto wegnehmen will zeigt, wie es um die Logik gewisser Politiker bestellt ist!

  23. Das Älterwerden der Fahrergeneration hat zur Folge, dass – wie die Rechtsmedizin bestätigt, eine Verlagerung von körperlichen zu kognitiven Ursachen für ein Nein zur Fahrtauglichkeit festzustellen ist. Diese Untersuchung ist heikel und die Verbitterung über die Untersuchungsart, resp. dem daraus folgenden Nein ist für die kantonalen Ombudsstellen ein Dauerthema. Wenn nun Hausärzte vermehrt mit dieser kontroversen Untersuchung konfrontiert werden, ist die Gefahr gross, dass sie ihre Patienten an die Spezialärzte der Rechtsmedizin überweisen. Senioren wehren sich gegen diese meist wenig überzeugende und extrem kostspielige Untersuchung und bevorzugen die ergänzende Probefahrt auf Empfehlung ihres Hausarztes. Dem erfahrenen und speziell ausgebildeteten Fahrfachmann fällt es um ein Vielfaches leichter, sich anhand der Bewältigung expliziter Aufgabenstellung ein Bild zu machen und den Senior frustfrei zu überzeugen.

  24. Die Forderung zur einheitlichen Untersuchung der Fahreignung genügt natürlich nicht! Sie erfährt dann eine markante seniorfreundliche Verbesserung, wenn der Hausarzt den Patienten im Zweifelsfalle nicht sofort dem Strassenverkehrsamt überstellen muss, sondern die Fahrkompetenz durch den speziell ausgebildeten Fahrberater mittels einer praktischen, stressfreien freiwilligen Fahrprobe ergänzt werden darf. Amts-stellen vertreten die Meinung, allein für diese Probefahrt befähigt zu sein!

  25. Konrad Bodenmann sagt:

    Ich habe die aktiven Bemühungen der terzStiftung zum Thema “Altersdiskriminierung bei Führerausweisen” aufmerksam verfolgt und kann dazu nur gratulieren und danken. Leider muss ich feststellen, dass es gerade die älteren Leute sind, die in verschiedener Hinsicht für Fehler anderer zur Rechenschaft gezogen werden, die sich nicht wehren können und für die sich leider niemand einsetzt. Ich bin absolut Ihrer Meinung, dass es heute sehr viele Personen 70+ gibt, die auch den heutigen Verkehr immer noch sehr gut bewältigen und dass es absolut vermessen ist, diesen den Fahrausweis nur noch befristet abzugeben.So gibt es Lenker, die auch mit 80 noch sehr gut fahrtauglich sind, aber auch solche, die mit 50 schon Mühe haben, sich korrekt zu verhalten.

  26. Peter Schnider sagt:

    Ich bin der Meinung, dass die ältere Generation dieser Diskriminierung auch selbst Gegensteuer geben muss. Ich erinnere mich an meinen Vater (selig), der sein Billet mit 84 abgeben musste und sich sehr darüber ärgerte. Dass er sich aber überhaupt nicht dazu bewegen lassen wollte, nach seinem ersten Auffahr- (zum Glück Bagatell-) Unfall im 80. Altersjahr endlich auf ein Auto mit Automatikgetriebe umzusteigen, habe ich nie begriffen. Obwohl ich ihn immer wieder mal auf meinen eigenen Automaten probefahren liess (“zwang”) und er es eigentlich auch “angenehm” fand. Aber schliesslich wollte er “nichts Neues mehr lernen”…
    In meiner beruflichen Laufbahn bin ich in vielen grossen Städten der Welt umhergekommen und habe die Schalterei schon mit 30 aufgegeben, weil man einfach entspannter Auto fährt. Speziell auch mit Hilfe des Tempomaten (welcher übrigens das hektische Treiben auf unseren Autobahnen eliminieren würde). Trotzdem habe ich bei jedem Fahrzeugwechsel jeweils wieder einen Antischleuderkurs belegt und auch an Kursen auf Rennstrecken wie z.B. Monza teilgenommen.
    Den Antischleuderkurs mit meinem in diesem Jahr neu erstandenen Auto werde ich im Herbst, spätestens im Winter (hoffentlich auf Schnee) belegen.
    Wenn man sich regelmässig weiterbildet braucht man KEINE Angst vor “Diskriminierung” zu haben!
    Speziell an Kreiseln habe ich aber oft den Eindruck, dass gewisse Chauffeure schon lange keine TCS- oder ACS-Zeitung mehr studiert haben…

  27. Reinhold Heimgartner sagt:

    Regelmässig fordern jüngere Automobilisten, dass der Fahrausweis bei Erreichen einer bestimmten Alterslimite abzugeben sei.
    Ich erwarte nun von diesen Personen, dass sie sich ganz selbstverständlich per Unterschrift verpflichten, dereinst dieser Forderung Folge zu leisten.
    Wetten, dass die meisten die Unterschrift verweigern würden?

  28. Roessle Elisabeth sagt:

    Wir sprechen hier nun NUR vom Autofahren. Wie ist die Kontrolle auf dem See?
    Da gibt es keine Vorschrfit und nach dem kürzlich schlimmen – tödlichen Unfall wo man schon einige Vermutungen hat und ein 74-jähriger Schiffs-Pilot gem. den Zeitungen jetzt “einfach nicht gut sieht” sogar an einem Aug fast blind ist ….und alles gibt sich in Schweigen ??. Wo ist da die Kontrolle ?
    Es müssen nicht 34 Tote sein
    Jedes Leben zu töten ist eines zuviel ….und vor allem wenn es ein junger Mensch ist wie diese junge Frau auf dem Bielersee!! Warum geht diese Abklärung so lange?

  29. Mattle Martin sagt:

    M.E. heisst die Forderung nicht “gebt den Ausweis ab” sondern lasst Euch untersuchen ob die Fahrtüchtigkeit (im Moment) noch gegeben ist. Dies allerdings bei einem unabhängigen Arzt. Der Hausarzt “darf ” dem langjährigen Kunden kaum den Ausweis absprechen. Ich habe zwei Ärzte auf diese Problematik angesprochen und beide bestätigten mir, dass sie schon Personen die Fahrtüchtigkeit bestätgit haben obwohl dies nicht mehr zutraf. Auch nach dem Untersuch ist nicht gewährleistet, dass der festgestellte Zustand über zwei Jahre anhält. Im Alter sind gesundheitliche Veränderungen meist einschneidender. Jedes Mal einen neuen Ausweis austellen wäre absurd. Es muss die Möglichkeit geben, den besteheneden Ausweis mit einem neuen Gültigkeitsdatum zu versehen.
    Wie in anderen Einsendungen erwähnt, ist dies nicht eine Diskriminierung, sondern ein Schutz für andere Verkehrsteilnehmer bzw. für sich selber, um sich nicht nachträglich Vorwürfe machen zu müssen. Wie lässt sich später leben, wenn man einen anderen Menschen zum Krüppel oder totgefahren hat??

  30. Felix Heiniger sagt:

    Aerztliche Abklärungen zur Ueberprüfung der Fahrtauglichkeit – sei es nun ab 70 oder ab 75 – sind nicht a priori abzulehnen. Allerdings wären diese Abklärungen erst nach einer “nicht bestandenen” praktischen Prüfung durchzuführen. Die Forderungen des ASTRA zeigen einmal mehr, wie weit die Bürokraten von der Basis entfernt sind, keine Ahnung mehr haben vom echten Leben. Und vor allem nicht merken, dass auch sie jeden Tag einen Tag älter werden :-) .

  31. peter steinmann sagt:

    ich wundere mich um das schwache Echo.
    (Anzahl der mitbestimmenden Teilnehmer) die terz – Stiftung lehnt sich für uns aus dem Fenster um unsere Selbständigkeit zu
    erhalten. Es müsste eigentlich einige tausend Stimmen zusammenkommen, aber seit Setember ist Funkstille, warum ?

    Geben wir uns aktiven einen ” Schupf ”
    unser Ziel soll sein mindestens 3 personen
    die das Stimmrecht haben, auch unsere Enkel sollten Ihre Meinung abgeben, zu werben.

    Also ich sähe es positiv wenn in 2 Wochen auf dem Zähler 650 steht, um zu sehen dass wir bisherigen Teilnehmer was bewegen können !

    Wenn es auch schwierig ist in den Blog reinzukommen, Die Stimme kann auch
    per Post nach Berlingen gesandt werden.

    Ich vertraue Euch, mit mir für Aufklärung
    unserer kleinen Freiheiten im Bekanntenkreis, zu werben.

    peter steinmann 061-361 21 81

  32. Willy Richartz sagt:

    Solange jeder 95 – jährige Ausländer ohne solche ´Tests mit irgend einem Kennzeichen, das nicht mal durch ein Länderkennzeichen näheres über die Herkunft angibt, auf unseren Strassen fahren kann, ist es eine Diskriminierung jedes Schweizers, der dazu noch happig Steuern bezahlen muss.
    Jeder der mit über 70 über die Grenze fährt müsste somit ein solches Attest unmittelbar bestehen und bezahlen, ansonsten gehört dies abgeschafft bis eine weltweite Einigung und Vorschrift dazu eingeführt ist.
    Die Diskriminierung fängt schon damit an, dass wir dummen Kuhschweizer ein CH-Zeichen aufkleben müssen, weil die noch dümmeren Wildwestsheriffs sonst ein Kantonskennzeichen nicht von einem ausländischen unterscheiden können.
    Das CH hilft diesen uns zu diskriminieren und den anonymen Ausländern einen Freipass zur Missachtung unserer Gesetze zu verschaffen. Uns können sie beliebig abzocken. Das ist eindeutig gegen die EMRK.

  33. M. Grasset sagt:

    Das Ganze ist irgendwie absurd.
    - Einerseits sollten die Menschen immer länger arbeiten, werden aber als potentiell nicht fahrtüchtig angesehen
    - Andererseits ist man aus Kostengründen bestrebt dafür zu Sorgen, dass Menschen so lange wie möglich selbständig leben können. Dazu braucht es aber eine gute Infrastruktur, d.h. auch für gehbehinderte Menschen leicht erreichbare Einkaufsmöglichkeiten, Aerzte, Pédicure usw.usf. Wo aber gibt es das noch?
    - Wenn ich einmal nicht mehr Auto fahren kann oder darf muss ich meine Wohnung aufgeben. Wo aber finde ich eine bezahlbare Wohnung mit der nötigen Infrastruktur?
    Das macht mir heute schon Angst und belastet mich.

  34. Hans-Peter Baumann sagt:

    Viele Senioren könnten in kleinerem Rahmen mobil bleiben (Arbeit, Einkauf, Anschluss zum ÖV usw.)
    und wären viel schneller/früher bereit, auf den normalen Führerschein (PW) zu verzichten, wenn sie noch wetterfeste Kleinfahrzeuge mit Auflagen fahren dürften.
    Verschiedene Auflagen wären dabei denkbar, wie z.B. Tempolimite 30-40 km/h, automatisches Getriebe, verschiedene Sensoren der heutigen modernen Autotechnik, keine Autobahn/Autostrasse
    usw.

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